[Rezension: „Fürchtet euch“ by Wiley Cash]

Foto (14)Wiley Cash
Fürchtet euch (Originaltitel: A Land more Kind than Home)
Fischer Verlag
Mai 2013
345 Seiten
ISBN: 978-3-596-19443-8
€ 9,99

Zum Inhalt:

Ein kleiner Ort in den Bergen North Carolinas. Der dreizehnjährige Christopher hat noch nie ein Wort gesprochen. Deshalb soll er an einem heißen Sonntag Anfang September während des Gottesdienstes geheilt werden. Doch Christopher überlebt die Zeremonie in der Kirche nicht. Und niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern.

Bis Jess, Christophers jüngerer Bruder, das Schweigen bricht, und damit alle, die ihm nahestehen, ins Verderben schickt.

Meine Meinung:

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von 3 Personen. Zum einen des 9-jährigen Jess, der älteren Adelaide und dem Sheriff Clem. Auf diese Art und Weise kann man sich besser in die Charaktere hineinversetzen und lernt sie, durch Rückblicke zum Beispiel, besser kennen. Auch wenn es ab und an etwas schwierig ist, durch die unterschiedlichen Zeitebenen, hatte zumindest ich, keine Probleme der Geschichte zu folgen.

Wenn du an deinem Glauben festhältst, kann dir nichts auf der Welt etwas anhaben. Kein Gesetz und auch kein Mensch. Du brauchst nichts zu fürchten außer den Herrn selbst. S. 33 ; Chambliss zu Adelaide

Der Autor schafft es perfekt, durch seine Erzählweise, sich in das Buch hinein zu versetzen, als wäre man bei dem Geschehen dabei. Die spielerischen Momente wenn Jess und Stump (Christopher) Zeit miteinander verbringen. Sie kommen auch ohne viele Worte aus und sind Momente der wohl eher leisen Töne. Adelaide kann sich, trotz ihrer Abneigung DIESER Kirche gegenüber, das Vertrauen ihrer Mitbürger sicher sein. Clem, dem es bisher immer egal gewesen ist, was dort in der Kirche vor sich geht – will nun herausfinden was genau geschah.

Religion ist wie Nahrung für sie, und um satt zu werden, neigen sie dazu, alles zu tun,..(…).Und im selben Atemzug können sie sich gegenseitig wegen ihres Glaubens umbringen, ..(..)ihre Ehemänner und -Frauen betrügen, Familien zerstören. S. 116

Während des Lesens geschah es ganz automatisch, das sich Vermutungen aufstellten, wieso, warum, weshalb geschah das und könnte vielleicht das, dahinter stecken. Und auch die Frage, gibt es noch Heute solche Kirchen, die so handeln.

Es ist ein ernstes Buch und hat auch so einige traurige, mitfühlende Momente. Ich führte mich zu Jess am meisten hingezogen, es gab viele Momente wo ich ihn am liebsten in die Arme nehmen würde und sage: Es wird alles wieder gut.

Das Ende ist indes vorhersehbar, zwar nicht wie es passiert, jedoch weiß man das es passiert. Ich habe es zwiegespalten hingenommen und kann mich mit dem arrangieren.

Das Cover passt bestens zur Geschichte. Ein Haus Gottes, ein kleiner einsamer Junge der durchs Feld marschiert. Ein Feld, das aussieht als würde es brennen ebenso wie der Himmel. Der Buchrücken hingegen, ist etwas irreführend. Christopher stirbt, und eigentlich würde man denken, das versucht wird den Täter ausfindig zu machen und ihn zu bestrafen. Wir erfahren jedoch, was alles zu seinem Tod geführt hat und wie manch einer damit umgeht.

Ein Buch über Verlust, Hass, Veränderungen, Treue und Verzeihen. Ich werde diesen Autor im Auge behalten.

A Land more Kind than Home“ wurde im Jahre 2012 mit dem Dagger Award , für den besten Debütroman, ausgezeichnet. Ebenso wurde er von Kirkus Reviews & Library Journal zum besten Roman 2012 gekührt.

Die New York Times meint: >>Ein Roman von geradezu hypnotischer Stärke – zutiefst erschütternd und großartig erzählt<<

Ich habe dieses Buch innerhalb der lovelybooks Lesechallenge gelesen. Für mich das erste Mal und ich werde definitiv wieder mit dabei sein. Somit gilt mein Dank für das Buch dem Fischerverlag sowie lovelybooks.

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