[Rezension:“Die dunkle Erinnerung“ by Patricia Lewin]

Die dunkle Erinnerung
Patricia Lewin
Bastei Lübbe
351 Seiten
ISBN: 3-404-15369-3
Deutsche Erstveröffentlichung: 2005

>>Patricia Lewin spielt mit den Ängsten der Leser, wie kaum eine zweite Autorin.<< New York Times

Erin Baker, Mitarbeiterin der CIA, wird von ihrer Vergangenheit geplagt. Als Kind musste sie erleben, wie ihre Schwester Claire entführt wurde. Und obwohl Claire die Entführung überlebte, hat dieses Ereignis die beiden Mädchen für immer geprägt. Jahre später sieht Erin einen Eisverkäufer, der seine junge Kundschaft mit Zaubertricks unterhält. Sie hat diesen Mann schon einmal gesehen: am Tag, als ihre Schwester verschwand. Da der Kidnapper nie gefasst wurde und eine ganze Reihe von aktuellen Kindesentführungen die Polizei auf Trab hält, schaltet sich Erin in die Ermittlungen ein. Gemeinsam mit einem Kollegen vom FBI versucht sie, die Hintergründe der Verbrechen zu beleuchten – und gerät selbst in tödliche Gefahr.

Erster Satz:

Am Ende weinte der neue Junge doch.

Zum Buch:

Eigentlich ist schon anhand des Klappentext das meiste ersichtlich. Seit etlichen Jahren verschwinden Kinder spurlos. Eine davon war Claire, Erin`s jüngere Schwester. 4 lange Jahre war sie verschwunden bis sie plötzlich wieder auftaucht, aber es ist nicht dieselbe Claire. Sie hat ein Traumata, das sich auch dadurch zeigte das sie öfter weglief und versuchte sich etwas anzutun. Seitdem sind 19 Jahre vergangen. Als sie von dem Verschwinden eines Kindes erfährt, erinnert sie sich mit einem Mal und schließt sich von dort, an der Suche nach dem Kind an, Cody.

Zusammen mit Alec Donovan (FBI-Agent) geht sie dem verschwinden auf der Spur. Selbst ein Hochrangiger General soll dort seine Finger drin stecken haben. Doch auch die Entführer sind aktiv, und einer von ihnen, der „Magician“ will es Erin sowie ihrer Schwester Claire heimzahlen. Je näher Alec und Erin dem ganzen kommen umso deutlicher wird das Bild, das es sich nicht um gewöhnliche Entführungen handelt.

Meine Meinung:

Ich liebe dieses Buch. Dort stimmt einfach alles. Die Charaktere, allen voran Alec und Erin. Erin`s Suche nach dem Täter der für ihre traumatische Kindheit verantwortlich ist. Denn Erin ist nicht die einzige die unter der Entführung von Claire litt. Claire hatte vor 7 Jahren eine Tochter bekommen, doch lediglich Erin sowie eine Freundin der Familie, Martha, erziehen sie, da Claire in einer „Genesungsanstalt“ lebt. Um ihrer Nichte ihre Mutter wieder zu geben ist Erin zu allem entschlossen. Wie gut kann ich Erin verstehen. Jeder würde wohl alles ermögliche versuchen um den Leuten die der Familie etwa angetan haben, zu bestrafen. Während des gesamten Buches habe ich mit ihr gezittert, mit ihr gekämpft und bittere Tränen vergossen. Wohl kein Wunder das ich mir gleich den weiteren Band um Erin besorgt habe.

Alec ist ein großartiger Protagonist. Geächtet von seinen Kollegen, da er als einziger an den Magician glaubt und ja so anders ist, gibt er mit Erin ein traumhaftes Paar ab. Mit anzusehen wie sich die beiden, trotz ihrer Meinungsunterschiede, langsam aber sicher annähern, ist für mich ein Highlight des Buches. Es ist deutlich das Alec von Erin mehr will, von daher hoffe ich das im nächsten Buch zwischen den beiden etwas mehr passiert.

Geschrieben wurde das Buch aus Sicht von allen handelnden Personen. Aber keine Angst, wer jetzt denken sollte das es verwirrend werden könnte, den kann ich entwarnen. Gerade diese Erzählweise macht dieses Buch so spannend, da es eben auch aus der Sicht von den Entführern erzählt wird. So erleben wir all den Hass mit, die Absichten und das es Menschen gibt die nur zu gerne auf schwächere einprügeln. Bei diesen Abschnitten habe ich so eine Wut verspürt.

Mit einer der schönsten Teile ist für mich die Verbindung von Cody, dem entführten Kind und Ryan, einem 16jährigen der schon seit Jahren im Haus des Entführers lebt und sich nun um Cody kümmert. Er würde sich sogar für Cody opfern. Meine Hoffnung das die beiden das ganze unbeschadet überstehen und auch im Anschluss des Geschehens weiterhin in Kontakt bleiben ist da sicher leicht verständlich.

Das Ende wiederum ist grandios. Mehr kann ich dazu aber auch nicht schreiben da das dann doch zu sehr spoilern würde.

Mein Fazit:

Ein großartiges Buch welches ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Eine Geschichte die einem unter die Haut geht und glaubwürdige Charaktere die dieses Buch zu einem spannenden Leseereignis machen.

Ein Gedanke zu “[Rezension:“Die dunkle Erinnerung“ by Patricia Lewin]

  1. Seit Kathy Reichs Bücher irgendwie langweilig geworden sind, habe ich keine Thriller mehr gelesen. Daher danke für den Tipp, die Geschichte klingt wirklich gut und ich setze mir das Buch auf den Wunschzettel 🙂
    Liebe Grüße

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